
02. Juni 2026
Reishi – mehr als „nur" ein Baumpilz
Der Reishi ist schon ein besonderes Gewächs. Zuerst bildet sich ein zitronengelber "Knoten", der dann langsam zu einem "Stiel" wird an dem sich schließlich eine Konsole bildet, die den eigentlichen Fruchtkörper, den Sporenträger, bildet. Solange der Pilz wächst, ist am Rande immer ein zitronengelber Streifen sichtbar, der bei einem ausgewachsenen Pilz verschwindet. Ist der Pilz "reif", so bedeckt sich die komplette Oberfläche mit einer braunen Schicht aus Millionen von Sporen. Bemerkenswert: die Sporen fallen natürlich unten aus den winzigen Röhren und lagern sich dennoch OBEN auf dem Fruchtkörper ab!?
Die Konsistenz des Reishi Fruchtkörpers ist korkähnlich und sehr zäh. Eine Zerkleinerung zu Pulver ist nur mit Spezialgerät möglich. Der Geschmack ist bitter und so passt er gut zu Kaffee. Ein Teelöffel Reishipulver in den Kaffee gegeben ist die einfachste Methode von den aussergewöhnlichen Eigenschaften des Reishi zu profitieren.
Und diese Eigenschaften sind beachtenswert. Im asiatischen Raum ist der Reishi ein seit Jahrtausenden bekanntes und geschätztes Stärkungsmittel und war im Altertum den Kaisern vorbehalten. Aber auch die moderne Medizin hat das Potential des Reishipilzes erkannt und es gibt zahlreiche Studien, die dessen Wirksamkeit bestätigen.
Jürgen Guthmann gibt in seinem Buch "Heilkraft der Pilze" folgende medizinischen Wirkungen des Reishi an:
- adaptogen
- positiver Einfluss auf die endokrinen Drüsen
- Stress ausgleichend und entspannend
- bei psychovegetativen Beschwerden (Bluthochdruck)
- stoffwechselaktivierend
- Stärkung der Modulation des Immunsystems
- Steigerung der Vitalität
- Stärkung der Sexualfunktion
- antiallergen
- entzündungshemmend
- Schutz vor ionisiernder Strahlung (Röntgen- und UV-Strahlen)
- Schmerzhemmung (z.B. bei Fibromyalgie und Gürtelrose)
- Stärkung der Lungenfunktion
- husten und schleimlösend
- antimutagene und antioxidative Wirkung (Radikalfänger)
- Krebsvorbeugung und Antitumorwirkung
- Entgiftung und Schutz der Leberzellen
- gefäßerweiternd und blutverdünnend
- Stärkung des Herzmuskels und der Herzkranzgefäße
- positiver Einfluss auf den Magen-Darm-Trakt und die Funktion der Gebärmutter
- antiviral
Von einer Eigentherapie ist aber dringend abzuraten. Bei bereits bestehenden Beschwerden ist eine Behandlung durch einen erfahrenen Mykotherapeuten oder einen Arzt empfohlen
Für die prophylaktische Vorsorge und die Stärkung des Immunsystems ist der pulverisierte Fruchtkörper zur Einnahme aber durchaus geeignet. Hierfür nimmt man von dem Pulver oder Kapseln 1-3g pro Tag über einen längeren Zeitraum (mind. 3 Monate) ein.
