
02. Juni 2026
Reishi – mehr als „nur" ein Baumpilz
Ein ungewöhnliches Wachstum
Der Reishi ist schon ein besonderes Gewächs. Zuerst bildet sich ein zitronengelber „Knoten", der langsam zu einem stielartigen Fortsatz auswächst, an dem sich schließlich die typische Konsole bildet – der eigentliche Fruchtkörper und Sporenträger. Solange der Pilz wächst, ist an seinem Rand ein zitronengelber Streifen zu sehen, der beim ausgewachsenen Pilz verschwindet. Ist der Pilz reif, überzieht sich die gesamte Oberfläche mit einer braunen Schicht aus Millionen von Sporen.
Bemerkenswert ist ein Detail: Die Sporen fallen eigentlich unten aus den winzigen Röhren – und lagern sich dennoch oben auf dem Fruchtkörper ab. Ein kleines Naturschauspiel, das man bei kaum einem anderen Pilz so beobachten kann.
Beschaffenheit und Verwendung
Die Konsistenz des Reishi-Fruchtkörpers ist korkähnlich und sehr zäh – eine Zerkleinerung zu Pulver gelingt nur mit Spezialgerät. Der Geschmack ist ausgeprägt bitter. Manche geben deshalb einen Teelöffel Reishipulver in den Kaffee, dessen Röstaromen die Bitternote gut aufnehmen.
Kulturelle Bedeutung
In Ostasien hat der Reishi eine lange kulturelle Tradition und wird dort seit sehr langer Zeit geschätzt; im Altertum galt er als so kostbar, dass er den Kaisern vorbehalten war. Auch heute ist er Gegenstand wissenschaftlichen Interesses – die Forschung untersucht verschiedene seiner Inhaltsstoffe wie Triterpene und Polysaccharide. Belastbare, für den Menschen gesicherte gesundheitsbezogene Aussagen lassen sich daraus bislang nicht ableiten.
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information über den Pilz Reishi und stellt keine gesundheitsbezogene Aussage über ein bestimmtes Produkt dar. Für Speisepilze und pilzbasierte Erzeugnisse sind derzeit keine gesundheitsbezogenen Angaben nach der EU-Health-Claims-Verordnung zugelassen. Der Beitrag ersetzt keine medizinische Beratung.
